• Fritz Simak mit NÖ Kulturpreis für Künstlerische Fotografie ausgezeichnet

    Insgesamt 24 Preisträger:innen werden 2026 mit den Kulturpreisen des Landes Niederösterreich geehrt

    Fritz Simak erhält den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 2026 in der Kategorie „Medienkunst – Künstlerische Fotografie“. Die Anerkennungspreise gehen an Matthias Klos und Lisa Rastl. Mit den jährlich von unabhängigen Fachjurys vergebenen Kulturpreisen würdigt das Land herausragende künstlerische Leistungen in insgesamt acht Sparten. Die Auszeichnung zählt zu den traditionsreichsten Kulturpreisen Österreichs und wird seit 1960 vergeben. Die Preisverleihung findet am 22. Oktober 2026 im Festspielhaus St. Pölten statt.

  • Steidl Verlag nach vorläufigem Insolvenzverfahren vor Neuausrichtung

    Das renommierte Verlagshaus führt Gespräche mit Investor:innen und setzt auf eine langfristige Perspektive

    Über den Göttinger Steidl Verlag wurde nach einem Gläubigerantrag wegen offener Sozialabgaben ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Nach Angaben des Verlegers Gerhard Steidl wurden die Rückstände inzwischen beglichen; das Verfahren soll damit beendet worden sein. Zugleich führt der Verlag Gespräche mit potenziellen Investor:innen, um die langfristige Zukunft des Hauses zu sichern. Der 1969 gegründete Steidl Verlag zählt zu den international renommiertesten deutschen Verlagen und ist besonders für seine Publikationen mit bedeutenden Autor:innen, Künstler:innen und Fotograf:innen bekannt.

  • DGPh richtet „Otto-Steinert-Preis“ neu aus

    Die DGPh entwickelt ihren traditionsreichen Förderpreis zu einem internationalen Format weiter

    Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Köln stellt ihren „Otto-Steinert-Preis“ grundlegend neu auf. Der traditionsreiche Förderpreis wird mit dem bisherigen „DGPh 4WARD | Emerging Photographer Award“ zusammengeführt und 2027 erstmals international ausgeschrieben. Neben dem offenen Bewerbungsverfahren werden künftig auch kuratierte Nominierungen berücksichtigt; zudem wird die Jury international besetzt. Mit der Neuausrichtung erweitert die DGPh ihr Förderverständnis um Aspekte wie internationale Vernetzung, kuratorische Kontexte und Sichtbarkeit fotografischer Positionen. Die erste Ausschreibung in der neuen Form ist für November 2027 angekündigt.

  • Otto Hainzl gewinnt LUMA Rencontres Dummy Book Award 2026

    Preisverleihung fand während der Eröffnungswoche des Rencontres d'Arles statt

    Der österreichische Fotograf Otto Hainzl wurde bei den Rencontres d'Arles mit dem LUMA Rencontres Dummy Book Award 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurde sein Buchprojekt Europastrasse (2025). Der seit 2015 vergebene Preis unterstützt die Publikation innovativer Fotobuch-Dummys mit einem Produktionsbudget von EUR 25.000. Aus mehr als 250 Einreichungen aus 40 Ländern wählte die Jury zehn Projekte für das Festivalprogramm aus. Eine besondere Erwähnung erhielt Piedemonte (2025) von Gabriel Corredor Aristizábal.

  • Sabelo Mlangeni erhält James Barnor Prize 2026

    Die dritte Ausgabe des Preises zeichnet herausragende fotografische Positionen aus dem südlichen Afrika aus

    Der südafrikanische Fotograf Sabelo Mlangeni (geb. 1980, Driefontein) wurde mit dem James Barnor Prize 2026 ausgezeichnet. Die diesjährige Ausgabe des Preises widmete sich dem Süden Afrikas und richtete sich an künstlerische Positionen aus Angola, Namibia, Botswana, Südafrika, Lesotho und Eswatini. Mlangenis in Schwarz-Weiß gehaltene Arbeiten beschäftigen sich mit Gemeinschaft, Nähe und dem Alltag der von ihm porträtierten Menschen. Besondere Erwähnung erhielt George Mahashe (geb. 1982, Bolobedu) für seine Forschung an den Schnittstellen von Fotografie, Archiven, Museen und indigenem Wissen.

  • Jana Johanna Haeckel übernimmt künstlerische Leitung der düsseldorf photo+ 2027

    Die vierte Ausgabe der Biennale untersucht den Körper als fotografischen Aushandlungsraum

    Jana Johanna Haeckel wird die vierte Ausgabe der Biennale für Fotografie düsseldorf photo+ künstlerisch verantworten und zugleich die zentrale Ausstellung kuratieren, die erstmals im Kunstpalast Düsseldorf stattfinden wird. Die promovierte Kunsthistorikerin kuratiert seit über 14 Jahren internationale Ausstellungen zur Fotografie. Unter dem Arbeitstitel „Disobedient Bodies: Widerständige Körper in der Fotografie“ widmet sich die Biennale dem menschlichen Körper im Spannungsfeld von Kontrolle und Emanzipation. Historische und zeitgenössische Positionen sollen dabei miteinander in Dialog treten und den historischen Kontext der Fotografie stärker in den Fokus rücken.

  • C/O Berlin feiert 200 Jahre Fotografie mit Veranstaltungsprogramm

    Ganztägiges Programm mit internationalen Gästen und Diskursen

    Zum 200-jährigen Jubiläum der Fotografie lädt C/O Berlin am 22. August in der Woche des „World Photography Day“ zu einem ganztägigen Programm ins Amerika Haus. Das Medium wird dabei historisch von frühen Bildzeugnissen bis zu aktuellen Smartphone- und KI-gestützten Bildpraktiken befragt. Im Fokus stehen die gesellschaftliche Bedeutung der Fotografie sowie ihre Transformation im digitalen Zeitalter. Das Programm umfasst eine Keynote der international führenden KI-Forscherin und Autorin Kate Crawford sowie Panels und Gespräche mit u. a. Florian Ebner, Annekathrin Kohout, Steffen Siegel, Michelle Henning, Ryan S. Jeffery, Susanne Kriemann, Armin Linke und Florian Ebner. Ergänzt wird es durch einen Workshop von Bruce Eesly. Den Abschluss bildet ein Open-Air-Filmprogramm mit Arbeiten von Bruce Eesly, Ryan S. Jeffery und Daphné Nan Le Sergent im Innenhof des Amerika Hauses.

  • „Wachau Routes“ in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems

    Die künstlerische Intervention präsentiert Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojekts

    Die Landesgalerie Niederösterreich präsentiert mit „Wachau Routes“ eine Intervention, die aus dem Forschungsprojekt „Wachau Routes. Perspektiven kunstbasierter Forschung“ hervorgegangen ist. Das mehrjährige Projekt der Kunstuniversität Linz und der Universität für Bodenkultur wurde von den Künstler:innen Iris Andraschek und Hubert Lobnig sowie den Wissenschaftler:innen Daniela Lehner und Roland Tusch geleitet. Im Fokus steht die Untersuchung, wie Bahnlinien, Straßen sowie Rad- und Wanderwege die Wahrnehmung und Entwicklung der Wachau prägen. Die Intervention ist vom 13. Juni 2026 bis zum 10. Jänner 2027 im Rahmen der Sammlungspräsentation „Unterwegs. Reise in die Sammlung“ zu sehen.

  • Christine Frisinghelli erhält Kulturförderpreis 2026 der Photographic Society of Japan

    Auszeichnung für Vermittlungsarbeit zwischen Japan und Europa

    Die Kuratorin und Mitbegründerin von Camera Austria, Christine Frisinghelli, wurde mit dem Kulturförderpreis 2026 der Photographic Society of Japan ausgezeichnet. Damit wird ihr langjähriger Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit japanischer Fotografie gewürdigt. Bereits in den 1970er-Jahren stellte sie zeitgenössische japanische Fotograf:innen in Europa vor. 1980 gründete sie gemeinsam mit Manfred Willmann und Seiichi Furuya die Zeitschrift Camera Austria International, deren Chefredakteurin sie bis 2010 blieb. Die Auszeichnung wird jährlich am japanischen Tag der Fotografie verliehen und würdigt besondere Verdienste um die Förderung japanischer Fotokultur im In- und Ausland.

  • David Hockney (1937–2026)

    Mit seinen fotografischen Collagen setzte er wichtige Impulse für die Diskussion über Wahrnehmung und Bildraum

    Der britische Künstler David Hockney ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Neben seinem malerischen Werk prägte er auch die Entwicklung der Fotografie nachhaltig. Internationale Bekanntheit erlangte Hockney in den 1980er-Jahren mit seinen fotografischen Collagen Joiners. Aus zahlreichen Polaroid- und Kleinbildaufnahmen zusammengesetzt, hinterfragten sie die Konventionen fotografischer Perspektive und näherten sich dem Sehen als zeitlichem und räumlichem Prozess an. Auch später setzte sich Hockney intensiv mit neuen Bildtechnologien auseinander. Sein fotografisches Werk bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für Fragen nach Wahrnehmung, Raumdarstellung und den Grenzen des Mediums.

  • Duane Michals (1932–2026)

    Der US-amerikanische Fotograf prägte das Medium mit Bildsequenzen, Texten und narrativen Ansätzen

    Duane Michals ist am 9. Juni 2026 im Alter von 94 Jahren verstorben, wie die DC Moore Gallery in New York bestätigte. Michals zählt zu den einflussreichsten Reformern der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er seit den 1960er Jahren insbesondere durch inszenierte Bildsequenzen, Mehrfachbelichtungen und handschriftliche Texte, mit denen er die Grenzen des dokumentarischen Bildes erweiterte. Im Zentrum seines Werks standen weniger die Abbildung von Wirklichkeit als Fragen nach Erinnerung, Traum, Identität und Wahrnehmung. Über Jahrzehnte entwickelte er eine eigenständige Bildsprache, die Fotografie mit Elementen aus Literatur, Film, Collage und Zeichnung verband und Generationen von Künstler:innen beeinflusste.

  • Der C/O Berlin Talent Award 2026 wurde vergeben

    Amin Yousefi und Maxi Wallenhorst erhalten die Auszeichnung zum Thema „Body Politics“

    C/O Berlin hat die Gewinner:innen des C/O Berlin Talent Awards 2026 bekannt gegeben. In der Kategorie „Artist“ wurde Amin Yousefi für sein Projekt Defensive Readiness: Revised Version ausgezeichnet. Die Arbeit wird von Februar bis Juni 2027 in einer Einzelausstellung im Amerika Haus präsentiert. Der Preis in der Kategorie „Writer“ geht an Maxi Wallenhorst. Sie wird einen Essay zum Projekt verfassen und dessen gesellschaftliche und politische Dimensionen im Kontext des diesjährigen Themas „Body Politics“ reflektieren. Der Essay und ein Künstlergespräch werden begleitend in einer monografischen Publikation von C/O Berlin erscheinen. Auf der Shortlist standen zudem Nicolás Bernal, Debora Brune, Bimal Fabbri und Ashley McLean.

  • Elfie Semotan (1941–2026)

    International erfolgreiche Fotografin überraschend verstorben

    Die international erfolgreiche Fotografin Elfie Semotan (geb. 1941 in Wels) ist am Wochenende überraschend verstorben. Semotan, deren Laufbahn vor der Kamera begann, arbeitete über Jahrzehnte hinweg mit dem Designer Helmut Lang zusammen und hat sich mit ihrem unverwechselbaren Stil zunächst vor allem als Mode- und Werbefotografin einen Namen gemacht. Ihr Werk, das ebenso Stillleben, Landschaften, Aktaufnahmen, Portraits und konzeptuelle Arbeiten umfasst, wurde im Rahmen von Einzelausstellungen u.a. im WestLicht (Wien), in der Kunsthalle Krems, bei C/O Berlin, im KUNST HAUS WIEN und im Francisco Carolinum (Linz) präsentiert sowie vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Durch ihre Ehen mit Kurt Kocherscheidt (1943–1992) und Martin Kippenberger (1953–1997) war Semotan zeitlebens in ein künstlerisches Umfeld eingebunden, das sie nachhaltig prägte.

  • Frieder Bickhardt erhält August-Sander-Preis 2026

    Ausgezeichnet wird das Langzeitprojekt City Plaza über ein Geflüchtetenkollektiv in Athen

    Mehr als 120 Einreichungen wurden für die fünfte Ausgabe des August-Sander-Preises eingereicht. Die Jury entschied sich für das Projekt City Plaza von Frieder Bickhardt, das zwischen 2016 und 2019 in einem selbstorganisierten Geflüchtetenkollektiv in Athen entstand. Im Zentrum stehen mit der Großbildkamera aufgenommene Porträts der Bewohner:innen eines ehemaligen Hotels, das zeitweise bis zu 450 Menschen beherbergte. Die Jury hob sowohl die fotografische Qualität als auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen hervor. Das ausgezeichnete Projekt wird im Frühjahr 2027 in der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur präsentiert. Der August-Sander-Preis wird seit 2018 alle zwei Jahre verliehen und ist mit EUR 5.000 dotiert.

  • KI-Version eines Werks von Ansel Adams ohne Zustimmung gezeigt

    Rechteinhaber beanstanden die Präsentation der Arbeit im Rahmen der „AIPAD Photography Show“

    Im Zuge der „Association of International Photography Art Dealers (AIPAD) Photography Show“ wurde eine KI-generierte Farbversion der Arbeit Moonrise, Hernandez, New Mexico über die Danziger Gallery präsentiert und zum Verkauf angeboten. Nach Angaben des Ansel Adams Publishing Rights Trusts erfolgte vorab keine Abstimmung, zudem sei keine verantwortliche Urheberschaft für die digitale Bearbeitung benannt worden. Der Trust teilte mit, man sei erst nachträglich informiert worden und habe die Entfernung des Werks veranlasst. Beanstandet wird die Nutzung des Namens Ansel Adams sowie seines bekannten Motivs im Kontext eines kommerziellen Angebots ohne Genehmigung. Die Kritik richte sich laut Stellungnahme nicht grundsätzlich gegen KI in der Fotografie, sondern gegen die fehlende Zustimmung und Transparenz im konkreten Fall.

  • Roswitha Haftmann-Preis 2026 geht an Wolfgang Tillmans

    Tillmans ist 28. Preisträger des höchstdotierten Kunstpreises in Europa

    Der deutsche Künstler Wolfgang Tillmans erhält den mit CHF 150.000 dotierten Roswitha Haftmann-Preis. Gewürdigt wird damit sein mehr als vier Jahrzehnte umfassendes Werk, das fotografische Praxis mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Die Preisverleihung findet am 17. September im Kunsthaus Zürich statt. Der im Jahr 2000 gegründete Preis der Roswitha Haftmann-Stiftung zählt zu den bedeutendsten europäischen Ehrungen für zeitgenössische Kunst. Zu den bisherigen Preisträger:innen gehören unter anderem VALIE EXPORT, Cindy Sherman und Jeff Wall.

  • Rene Matić erhält Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2026

    Auszeichnung für Ausstellung über Identität und Zugehörigkeit am CCA Berlin

    Der Deutsche Börse Photography Foundation Prize geht dieses Jahr an Rene Matić. Prämiert wurde die Ausstellung „AS OPPOSED TO THE TRUTH”, die 2024/25 im CCA Berlin gezeigt wurde. In Fotografien, Installationen und Klangarbeiten untersucht Matić Fragen zu Identität, Zugehörigkeit, Klasse und Familie. Die Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten von Matić sowie den drei Finalist:innen ist noch bis zum 7. Juni in The Photographers' Gallery in London zu sehen und vom 3. September bis 17. Januar 2027 in The Cube in Eschborn zu sehen. Der Deutsche Börse Photography Foundation Prize wird jährlich in Kooperation mit The Photographers’ Gallery verliehen und würdigt bedeutende Beiträge zur internationalen zeitgenössischen Fotografie. Er ist mit GBP 30.000 dotiert.

  • H13 Niederösterreich Preis für Performance 2026 an Magdalena Forster

    Forster gewinnt H13-Preis mit einer Performance zu Klang, Resonanz und Körper

    Die Tanz- und Performancekünstlerin Magdalena Forster erhält den H13 Niederösterreich Preis für Performance 2026. Aus über 50 Einreichungen überzeugte sie die Jury mit ihrem Projekt Cow Notes, das Klang, Körper und Material in einen vielschichtigen Erfahrungsraum überführt. Die Arbeit untersucht akustische Dialoge zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen und wird am 20. November 2026 im Kunstraum Niederösterreich erstmals präsentiert. Begleitend ist eine Ausstellung bis 28. November zu sehen. Der Preis wird dieses Jahr in Kooperation mit dem Künstlerhaus Bethanien verliehen, wo Forster zudem eine Residency absolvieren wird.

  • Gerald Bast mit Ehrenzeichen des Landes Wien ausgezeichnet

    Ehemaliger Rektor der Angewandten für Verdienste um Kultur und Wissenschaft geehrt

    Der Jurist und langjähriger Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast, erhielt das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreichte die Auszeichnung am 11. Mai 2026 im Wiener Rathaus im Namen von Bürgermeister Michael Ludwig. In seiner Laudatio hob Jürgen Gschiel Basts prägende Rolle für die Verbindung von Forschung und künstlerischer Praxis hervor. Bast leitete die Universität über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg und prägte sie durch internationale Öffnung und interdisziplinäre Ausrichtung.

  • VALIE EXPORT (1940–2026)

    Pionierin konzeptueller Medien-, Performance- und Filmkunst kurz vor ihrem 86. Geburtstag verstorben

    Die herausragende Medien- und Performancekünstlerin, Filmemacherin und bedeutende Stimme feministischer Theorie VALIE EXPORT ist heute im Alter von 85 Jahren verstorben. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin zählt zu den wichtigsten Positionen der Nachkriegszeit und hat Generationen von Künstler:innen beeinflusst. Seit 1968 war EXPORT an unzähligen internationalen Ausstellungen beteiligt, darunter die documenta 6 (1977), die documenta 12 (2007), die Moscow Biennale (2007, 2019) sowie die Venedig-Biennale, wo sie 1980 unter Kommissär Hans Hollein den Österreichischen Pavillon gemeinsam mit Maria Lassnig bespielte. In den letzten Jahren wurde ihr Werk im Rahmen großer Personalen unter anderem in der Albertina in Wien (2023) präsentiert. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit wirkte sie an zahlreichen internationalen Symposien mit und realisierte kuratorische Projekte, darunter 2009 als Kommissärin des Österreichischen Pavillons in Venedig (gemeinsam mit Silvia Eiblmayr). Seit 2015 widmet sich das eigens gegründete VALIE EXPORT Center in Linz der Bewahrung und Erforschung ihres Archivs.

  • Séamus Kealy wird Direktor der Royal Hibernian Academy of Arts, Dublin

    Kealy tritt Nachfolge von Interimsdirektorin Nathalie Weadick an

    Die Royal Hibernian Academy of Arts (RHA) in Dublin gibt die Ernennung des international anerkannten Museumsdirektors, Kurators, Künstlers und Autors Séamus Kealy zu ihrem neuen Direktor bekannt. Kealy, welcher die Stelle im Juli dieses Jahres übernehmen wird, war von 2014 bis 2023 als Direktor des Salzburger Kunstvereins tätig und bringt insgesamt zwanzig Jahre Erfahrung als Leiter diverser Kunstinstitutionen mit.

  • Timm Ulrichs (1940–2026)

    Konzeptkünstler starb im Alter von 86 Jahren

    Der deutsche Künstler und ehemalige Professor an der Münster Kunstakademie, Timm Ulrichs, ist am 29. April 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben, wie der Kunstverein Hannover mitteilte. Ulrichs galt als Wegbereiter der Konzeptkunst und prägte mit provokativen Arbeiten über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg die zeitgenössische Kunstszene. Der in Berlin geborene Künstler arbeitete mit Körper, Sprache und Aktion. Er lebte zuletzt in Hannover und Berlin.

  • Ana de Almeida erhält Erste Bank Kunstpreis 2026

    11. Ausgabe des Preises in Kollaboration mit Österreichischen Kulturforum Budapest

    Die Portugiesische Künstlerin Ana de Almeida wird mit dem Erste Bank Kunstpreis 2026 ausgezeichnet. Der Preis ist mit EUR 5.000 dotiert und umfasst eine Ausstellung im DAS WEISSE HAUS, eine Residency, sowie eine Präsentation in Ungarn. Der Erste Bank Kunstpreis wurde 2016 gegründet und ist ein Kooperationsprojekt von DAS WEISSE HAUS und dem Erste Bank Sponsoring Programm. De Almeida, deren Arbeiten sich mit Fotografie, Video, Installation und Performance befassen, untersucht die politischen Dimensionen von Erinnerung anhand archivbasierter Strategien.

  • Kunstbrücke eröffnet im Mai neuen Ausstellungsort

    Neuer Raum für zeitgenössische Kunst in Innsbruck

    Die 1998 gegründete Kunstbrücke der Raiffeisen-Landesbank Tirol eröffnet am 4. Mai 2026 ihren neuen Ausstellungsraum im RAIQA Quartier. Auf 220 Quadratmetern soll dort ein Ort für zeitgenössische Kunst mit drei Ausstellungen jährlich entstehen. Die Künstlerin Dorit Margreiter Choy hat den Raum mit beweglichen Wänden und Vorhängen gemeinsam mit dem Architekturbüro Pichler & Traupmann entwickelt. Parallel zur Eröffnung werden weitere Kunst-am-Bau-Projekte verschiedener Künstler:innen im Gebäude präsentiert.

  • Julia Stoschek Foundation schließt Berliner Standort

    Ausstellungsort wird ab Oktober 2026 aufgegeben

    Die Julia Stoschek Foundation wird ihren Berliner Ausstellungsort in der Leipziger Straße Ende Oktober 2026 schließen. Die auf Videokunst spezialisierte Stiftung zeigte unter anderem Arbeiten von Ian Cheng und Mark Leckey und zog in Berlin mehr als 450 000 Besucher:innen an. Grund für die Schließung ist eine strategische Neuausrichtung der Stiftung hin zu internationalen Projekten. Parallel dazu wird das Düsseldorfer Stammhaus renoviert und im Jahr 2027 wiedereröffnet. In Berlin sind künftig wechselnde Präsentationen an unterschiedlichen Orten geplant.

  • Curatorial Fellowship der Deutsche Börse Photography Foundation geht an Raquel Villar-Pérez

    Zweijähriges Programm umfasst Entwicklung einer Ausstellung sowie Erweiterung der Sammlung

    Die freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Kuratorin Raquel Villar-Pérez wurde für das erste international ausgeschriebene Curatorial Fellowship der Deutsche Börse Photography Foundation ausgewählt. Villar-Peréz, die im Vereinigten Königreich lebt und arbeitet, analysiert ab 2026 im Rahmen des zweijährigen Programms die Sammlung, entwickelt ein Ausstellungskonzept und erarbeitet Neuerwerbungen. Die resultierende Ausstellung wird im Frühling 2028 in Eschborn und weiteren europäischen Institutionen präsentiert.

  • Caring for Photography: Fürsorge als kuratorische und fotografische Praxis

    Fotografie-Symposium im Museum Folkwang

    Am 24. und 25. April 2026 lädt der aktuelle Jahrgang des Stipendienprogramms „Museumskurator:innen für Fotografie“ zu einem Symposium ins Museum Folkwang ein. Unter dem Titel „Caring for Photography“ wird das Thema Fürsorge im fotografischen Kontext diskutiert. Internationale Kurator:innen und Künstler:innen werden sich in verschiedenen Beiträgen und Panels darüber austauschen, wie „Care“ in der Fotografie neu gedacht werden kann und welche Rolle Fürsorge angesichts globaler Krisen spielt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch sowie auf Englisch statt und ist kostenfrei.

    Info: museum-folkwang.de

  • Fotomuseum Winterthur gibt neue Direktorin bekannt

    Sophie Haslinger folgt auf Nadine Wietlisbach

    Das Fotomuseum Winterthur hat die Nachfolge von Nadine Wietlisbach bekannt gegeben, die die Institution seit 2018 leitete und nun zum Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) wechselt: Sophie Haslinger, derzeit Kuratorin am KunstHausWien, übernimmt die Direktion ab dem 1. August 2026. Haslinger verfügt über langjährige Expertise im Bereich der Fotografie. Unter anderem wirkte sie am Festival FOTO WIEN (2019, 2022) mit und verantwortete am KunstHausWien Personalen mit Mika Rottenberg (2025) und Stefanie Moshammer (2022) sowie Themenausstellungen wie „SEEDS: Reclaiming Roots, Sowing Futures“ (2026) und „Into the Woods: Annäherungen an das Ökosystem Wald“ (2024). Darüber hinaus kuratierte sie zahlreiche unabhängige Ausstellungsprojekte. „Mit Sophie Haslinger gewinnt das Fotomuseum Winterthur eine Direktorin, die kuratorische Praxis mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen verbindet und damit wichtige Impulse für die inhaltliche Weiterentwicklung des Hauses setzt“, so Stiftungsratspräsidentin Madeleine Schuppli zur Wahl Haslingers.

  • Unbekannte Fotografien von Lee Miller entdeckt

    Album mit bislang ungesehenen Kriegsbildern wird öffentlich zugänglich gemacht

    Bislang unbekannte Fotografien der Künstlerin und Kriegsreporterin Lee Miller sind in einem privaten Album ihres ehemaligen Assistenten wiederentdeckt worden. Die Aufnahmen lagen jahrzehntelang unbeachtet und wurden nun von den Bodleian Libraries der Universität Oxford erworben, die sie künftig öffentlich zugänglich machen wollen. Das Album, das ab 1943 angelegt wurde, enthält auch Fotografien von Cecil Beaton. Beide Fotografinnen sandten ihre Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg per Kurier an ihren Assistenten Roland Haupt in London, wo sie für die Weitergabe an die Presse bearbeitet wurden. Das Konvolut gilt als bedeutender Fund zur Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts.

  • Rencontres d’Arles veröffentlichen Programm für 2026

    Einblick in kommende Ausgabe mit Festivalthema „Worlds in View“

    Das Festival Rencontres d’Arles hat das Programm seiner 57. Ausgabe vorgestellt, die am 6. Juli 2026 eröffnet wird. Unter dem Titel Worlds in View werden sich die thematischen Schwerpunkte des Festivals auf globale Verflechtungen sowie gesellschaftliche und ökologische Transformationen konzentrieren. Im Rahmen des Programms sind unter anderem Ausstellungen mit Werken von William Klein, Edward Steichen, Marie-Laure de Decker und Paul McCarthy geplant. Darüber hinaus werden junge Künstler:innen und kuratorische Projekte präsentiert. Die Ausgabe wird Narrative aus Afrika und dem Mittelmeerraum präsentieren, Archive und Monografien zeigen sowie aufstrebende Szenen vorstellen.

  • Tekla Aslanishvili erhält Eurasia Moving Image Commission

    Neue internationale Förderung stärkt künstlerische Praxis im Bereich Bewegtbild

    Die Künstlerin Tekla Aslanishvili erhält die erstmals vergebene Eurasia Moving Image Commission der Han Nefkens Foundation in Kooperation mit internationalen Partnerinstitutionen, darunter Museum of Contemporary Art Antwerp (M HKA) und das Museum of Contemporary Art Kiasma in Helsinki. Ausgezeichnet wurde ihr Projekt für seine forschungsbasierte Auseinandersetzung mit internationalistischen Bild- und Filmtraditionen. Die Förderung umfasst USD 120.000 für die Produktion einer Videoarbeit, die anschließend an mehreren Institutionen gezeigt und in deren Sammlungen aufgenommen wird.

  • Alexander Kluge im Alter von 94 Jahren gestorben

    Filmemacher und Autor prägte Literatur, Fernsehen und den Neuen Deutschen Film

    Der deutsche Filmemacher, Autor und Philosoph Alexander Kluge ist im Alter von 94 Jahren in München gestorben. Kluge galt als prägende Figur des Neuen Deutschen Films und war Mitunterzeichner des Oberhausener Manifest. Sein Werk umfasste Filme, Bücher und TV-Formate, die sich zwischen Dokumentation und Fiktion bewegten. Ausgezeichnet mit bedeutenden Preisen, blieb er bis zuletzt künstlerisch aktiv. Noch im Februar war Kluge im Österreichischen Filmmuseum anlässlich einer Werkschau sowie im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien mit der Ausstellung „Nachts träumen die Kulissen von ungesehenen Bildern“ vertreten.

  • Queer Art Prize 2026: Hauptpreis geht an Julia Fuchs

    Begleitende Ausstellung der Shortlist Artists im QWIEN

    Julia Fuchs erhält den mit EUR 1.000 dotierten Hauptpreis des Queer Art Prize 2026, präsentiert von Queer Art Spaces Vienna und der SPARK Art Fair Vienna. Die Auszeichnung wird am 9. April 2026 von 17 bis 20 Uhr in der Aula der Akademie der bildenden Künste Wien am Schillerplatz verliehen. Neben dem Hauptpreis wurden Michael Rutz und Valentino Skarwan als 2nd Runners mit jeweils EUR 500 Preisgeld ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende Arbeiten queerer Künstler:innen, stärkt ihre Sichtbarkeit und fördert zeitgenössische queere Perspektiven. Die 9 ausgewählten Shortlist Artists inklusive der Preisträger:innen werden vom 27. Mai bis 14. Juni 2026 im queeren Kulturzentrum QWIEN - Zentrum für queere Geschichte ausgestellt.

  • Essener Symposium für Fotografie ab sofort digital abrufbar

    Beiträge des Sympoisums behandelten Themen zur Zukunft der Fotografie

    Die Vorträge des 3. Essener Symposiums für Fotografie sind ab sofort online verfügbar und können unter folgendem Link abgerufen werden: fotozentrum-essen.de. Unter dem Titel „What Will Photography Be? An Invitation to Speculate“ versammelte die Veranstaltung im Februar über 200 Teilnehmende im SANAA-Gebäude auf Zollverein in Essen. Organisiert im Rahmen des Zentrums für Fotografie Essen, diskutierten internationale Akteur:innen über zukünftige Perspektiven des Mediums. Partnerinstitutionen waren unter anderem das Museum Folkwang und die Folkwang Universität der Künste. Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Das 4. Symposium soll im Juni 2027 stattfinden und den Austausch weiterführen.

  • Trevor Paglen erhält LG Guggenheim Award 2026

    Paglen ist der vierte Künstler, der im Rahmen der „LG Guggenheim Art and Technology Initiative” mit dem mit 100.000 US-Dollar dotierten Preis ausgezeichnet wurde

    Der US-amerikanische Künstler Trevor Paglen erhält den LG Guggenheim Award 2026. Die vom Solomon R. Guggenheim Museum und dem Technologiekonzern LG initiierte Auszeichnung ist mit USD 100.000 dotiert und Teil einer mehrjährigen Förderinitiative für Kunst und Technologie. Paglen untersucht in seiner Arbeit verborgene digitale Infrastrukturen und Machtverhältnisse und verbindet fotografische, technische und forschende Ansätze. Die Jury würdigt insbesondere seine Auseinandersetzung mit Bildtechnologien, KI und Datenstrukturen. Paglen wird dazu die Lecture-Performance The Lizard People Are Here! am 18. Mai 2026 im Guggenheim Museum in New York präsentieren.

  • Patrick Blümel übernimmt Leitung des Büro medienwerk.nrw

    Bümel ist Nachfolger von Klaas Werner, der die Funktion seit 2025 interimistisch innehatte

    Der Kurator Patrick Blümel übernimmt die Leitung des Büro medienwerk.nrw in Dortmund und verantwortet damit künftig die zentrale landesweite Position für Medienkunst und digitale Kultur in Nordrhein-Westfalen. Blümel war zuvor leitender Kurator am Max Ernst Museum Brühl, wo er Ausstellungen zur Verbindung von Medienkunst, Gesellschaft und Technik realisierte. In seiner neuen Rolle plant er, bestehende Netzwerke zu stärken und die Sichtbarkeit der Medienkunstszene nachhaltig auszubauen. Das Büro fungiert als zentrale Plattform und koordiniert Förderprogramme für Medienkunst im Land.

  • Medienkunstpreis der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz an Ilinca Fechete

    Auszeichnung mit EUR 5.000 und einer Ausstellung in der AkademieGalerie München verbunden

    Der Medienkunstpreis 2026 der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz geht an Ilinca Fechete, Absolventin der Akademie der Bildenden Künste München. Mit dem Preisgeld von EUR 5.000 soll das Projekt After Inertia (Arbeitstitel) realisiert werden. Geplant ist eine Installation mit zwei parallel im Raum hängenden Bildschirmen und einem parametrischen Klangsystem, das in Echtzeit mit frei zugänglichen Geodaten arbeitet und daraus kontinuierlich neue Bild- und Klangfolgen generiert. Die Präsentation des Projekts ist für September 2026 in der AkademieGalerie vorgesehen. Der Medienkunstpreis ist eine Kooperation der Sammlung Goetz mit der Akademie der Bildenden Künste München sowie der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz und wird jährlich zur Förderung junger Medienkunst vergeben.

  • Zanele Muholi erhält Hasselblad Award 2026

    Muholi als 46. Preisträger:in des von der Hasselblad Foundation vergebenen Preises verkündet

    Der Hasselblad Award ist einer der international renommiertesten Fotopreise und geht 2026 an Zanele Muholi. Der mit einem Preisgeld von SEK 2.000.000 und einer Goldmedaille verbundene Preis gilt als eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Fotografie. Seit mehr als zwei Jahrzehnten dokumentiert Muholi das Leben schwarzer LGBTQIA+-Gemeinschaften in Südafrika und verbindet fotografische Praxis mit aktivistischem Engagement. Die Preisverleihung ist für den 9. Oktober geplant, an die sich vom 10. Oktober bis zum 4. April 2027 eine Einzelausstellung im Hasselblad Center in Göteborg anschließen wird.

  • Konferenz und Installation der Connection Machine im ZKM in Karlsruhe

    Das ZKM beleuchtet die Connection Machine als frühen KI-Prototyp der 1980er Jahre

    Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe nimmt das 40-jährige Jubiläum der Connection Machine zum Anlass, den historischen Supercomputer zugleich auszustellen und wissenschaftlich zu kontextualisieren. Ab dem 25. März 2026 wird im Foyer ein originales Exemplar der Connection Machine CM-2 präsentiert, das vor Ort interaktiv erfahrbar ist. Entwickelt unter Leitung des US-Ingenieurs W. Daniel Hillis, gilt die CM als wegweisendes Modell paralleler Informationsverarbeitung. Begleitet wird die Installation der CM von einer internationalen Konferenz, die sich ihrem technologischen, gestalterischen und kulturellen Erbe widmet. Vom 26. bis zum 28. März verortet die begleitende Tagung die Maschine im Spannungsfeld von KI-Forschung, Designgeschichte und aktueller Debatte um künstliche Intelligenz.

  • Fotofestiwal Grant 2026 verliehen

    Sasha Velichko gewinnt den Fotofestiwal Grant 2026

    Der Fotofestiwal Grant 2026 wurde an die belarussische Künstlerin Sasha Velichko vergeben. Velichko, die in Poland lebt und arbeitet, überzeugte die Jury mit ihrem Projekt Called to the Carpet, das sich kritisch mit biopolitischen Kontroll- und Machtstrukturen auseinandersetzt. Der Fotofestiwal Grant unterstützt die Realisierung neuer fotografischer Arbeiten ambitionierter polnischer oder in Polen lebender Künstler:innen. Die Auszeichnung ist Teil des Festivalprogramms, das einen Schwerpunkt auf die Förderung zeitgenössischer Fotografie legt. Der Preis beinhaltet ein Produktionsbudget sowie die Präsentation der ausgezeichneten Arbeit im Rahmen des 25. Fotofestiwal in Łódź. Das Projekt wird vom 19. Juni bis zum 12. Juli 2026 in der Kamienica Hilarego Majewskiego gezeigt.

  • Gerhard Richters STRIP TOWER im Engadin, Schweiz

    Luma Foundation zeigt Richters STRIP TOWER (962) bis Frühling 2029 im Außenraum

    Die Luma Foundation präsentiert im schweizerischen Engadin die Installation STRIP TOWER (962) von Gerhard Richter und im Rahmen von Elevation 1049 realisiert. Das bis Frühjahr 2029 gezeigte Werk überträgt Richters langjährige Auseinandersetzung mit Wahrnehmung in den Außenraum der Alpinlandschaft. Ausgangspunkt ist die Methode der Strip Paintings, bei der eine gemalte Geste fotografisch erfasst, digital zerlegt, gestreckt und neu komponiert wird. Aus dem analogen Bild entsteht ein System vertikaler Farbbänder, das in der über fünf Meter hohen, begehbaren Skulptur architektonische Form annimmt. Die Installation versteht sich als langfristig angelegter Beitrag zu Kunst im öffentlichen Raum und als begehbare, ortsbezogene Erfahrung.

  • Dóra Mauer (1937–2026)

    Künstlerin und Filmemacherin Dóra Mauer mit 89 Jahren in Budapest verstorben

    Die ungarische Künstlerin und Filmemacherin Dóra Maurer ist am 14. Februar 2026 im Alter von 89 Jahren in Budapest verstorben. Maurer zählte zu den prägenden Protagonist:innen der Neo-Avantgarde und arbeitete medienübergreifend mit Fotografie, Experimentalfilm, Malerei und Druckgrafik. Im Zentrum ihres Werks standen Serialität sowie die Analyse von Bewegung und Veränderung. Nach ihrem Studium an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste lebte sie über Jahrzehnte zwischen Budapest und Wien und war international vernetzt. Ab 1990 lehrte Maurer an der Akademie in Budapest. Zu ihren wichtigsten Auszeichnungen zählen der Kossuth-Preis (2003) und der Peter C. Ruppert Preis (2013).

  • Preisträger:innen Otto-Steinert Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie

    Samuel Solazzo, Clarita Maria und Elliott Kreyenberg ausgezeichnet

    Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) hat die Preisträger:innen des Otto-Steinert-Preises 2026 bekannt gegeben. Aus zehn nominierten Projekten zeichnete die Jury drei fotografische Arbeiten aus, die sich mit den existenziellen Fragen wie Akzeptanz, Liebe, Sicherheit, Trauer, Wahrhaftigkeit und Zugehörigkeit beschäftigen. Der mit 5.000 EUR dotierte Hauptpreis geht an Samuel Solazzo für das Projekt A Collection of Valuable Copies. Anerkennungen erhielten Clarita Maria für Xola n’abantu sowie Elliott Kreyenberg für War Flowers. Der Förderpreis würdigt fotografische Positionen und wird biennal von der DGPh-Sektion Bild vergeben.

  • Vergabe des ersten Foto-Kunstpreis der OÖ Landes-Kultur GmbH

    Erli Grünzweil erhält oberösterreichischen Preis für künstlerische Fotografie

    Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie schrieb die OÖ. Landes-Kultur GmbH erstmals einen Wettbewerb für künstlerische Fotografie aus. Aus 205 Einreichungen mit Oberösterreichbezug entschied sich die Jury einstimmig für Erli Grünzweil. Sie lobte die klare Bildsprache sowie Grünzweils innovative und reflexive Herangehensweise. In einer weiteren Kategorie des zweiteiligen Wettbewerbs wurden Hobbyfotograf:innen aufgefordert, sich mit den Themen Natur und Landschaft auseinanderzusetzen. Ausgewählte Arbeiten beider Kategorien sind ab dem 17. April 2026 in der Gruppenausstellung „WHAT A VIEW!” im Francisco Carolinum – Haus für Fotografie und Medienkunst in Linz zu sehen. Die Ausstellung widmet sich der Sichtbarmachung der Vielfalt der oberösterreichischen Fotografie.

  • Neueröffnung Nederlands Fotomuseum

    Nederlands Fotomuseum eröffnet neuen Standort in Rotterdams Hafenviertel

    Das Nederlands Fotomuseum hat im Februar 2026 seinen neuen Standort im ehemaligen SANTOS-Lagerhaus in Rotterdam eröffnet. Das im Jahr 1902 errichtete und inzwischen unter Denkmalschutz stehende Hafenlager wurde umfassend adaptiert und beherbergt auf neun Etagen die Sammlung des Museums mit rund 6,5 Millionen Fotografien, Negativen und Archivalien. Neben Ausstellungsflächen umfasst der Neubau öffentlich einsehbare Depotbereiche, Restaurierungs- und Forschungsräume, eine Bibliothek sowie Vermittlungs- und Servicezonen. Ziel ist es, fotografische Bestände langfristig zu sichern und zugleich einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Standort am Rijnhaven ersetzt den bisherigen Museumsbau und wurde mit Unterstützung der Droom en Daad Foundation realisiert.

  • Curatorial Research Fellowship 2026 an Clélia Coussonnet und Hélène Giannecchini

    Les Rencontres d’Arles würdigen innovative kuratorische Forschung zu Landschaft, Geschlecht und Machtstrukturen in der Fotografie

    Clelia Coussonnet und Hélène Giannecchini sind die Preisträgerinnen der Curatorial Research Fellowship 2026 von Les Rencontres d’Arles, einem der international renommiertesten Fotofestivals, das seit 1970 jährlich in der südfranzösischen Stadt Arles stattfindet und als eine der wichtigsten Plattformen für zeitgenössische Fotografie gilt. Die Fellowship fördert gezielt innovative kuratorische Forschung im internationalen Fotokontext. Die Kuratorin und Forscherin Coussonnet untersucht in Volcanoes that Move Mountains geologische wie gesellschaftliche Kräfte, die Landschaften und Narrative prägen. Giannecchini erforscht in A Darkroom of One’s Own die geschlechtsspezifischen Bedingungen fotografischer Produktion. Beide Projekte verbinden kuratorische Recherche mit einer kritischen Auseinandersetzung über Bilder und Machtstrukturen und werden im Rahmen von LesRencontres d’Arles 2026 (6. Juli–4. Oktober 2026) präsentiert werden.

  • ZKM 28: ZUKUNFTSSTRATEGIE

    Zentrum für Kunst und Medien soll in den nächsten zwei Jahren auf ein neues Fundament gestellt werden

    Für das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe steht in den kommenden zwei Jahren eine umfassende künstlerisch-konzeptionelle sowie wirtschaftliche Weiterentwicklung an. Holger Neinhaus, der kürzlich als Vorstandsmitglied bis 2030 bestätigt wurde, und Alistair Hudson, Vorstand des wissenschaftlich-künstlerischen Bereichs, kündigen mit dem Strategiepapier ZKM 28 ein Konzept für innovative Projekte und mehr Unabhängigkeit an. Dieses zielt auch auf eine Neugestaltung der Ausstellungs- und Konferenzformate ab. Ergänzend beinhaltet das Strategiepapier ein anpassungsfähiges Finanzierungsmodell, das dem ZKM langfristig mehr Gestaltungsfreiraum ermöglichen soll. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit aktiver als bislang eingebunden werden – so, wie es zuletzt bereits im jüngst vorgestellten interdisziplinären Projekt MARS! – Mobilizing Awareness for Resilient Societies der Fall war.

  • 58. AICA-KONGRESS 2026

    Symposium: Art criticism and eco-socially engaged practices: new writing, new challenges?

    Die Association Internationale des Critiques d’Art (AICA), 1949 in Paris gegründet und von der UNESCO als Nichtregierungsorganisation anerkannt, ist das weltweit größte internationale Netzwerk von Kunstkritiker:innen. Sie setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung der Kunstkritik im Feld der visuellen Künste ein. Der 58. AICA-Kongress findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Rennes (Frankreich) statt. Gastgeber:innen sind die Universität Rennes 2, das französische Nationale Institut für Kunstgeschichte (INHA) sowie die AICA. Gemeinsam zählen sie zu den Gründungsmitgliedern der Archives of Art Criticism – einer Einrichtung, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Schriften und Archive überwiegend frankofoner Kunstkritiker:innen sammelt, bewahrt und zugänglich macht. Unter dem Titel Art criticism and eco-socially engaged practices: new writing, new challenges? untersucht die Veranstaltung die sozialen, kulturellen und politischen Funktionen zeitgenössischer Kunstkritik vor dem Hintergrund veränderter Beziehungen zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik seit den 2000er-Jahren (Deadline Call for Papers: 16. Februar 2026). Im Mittelpunkt stehen neue Formen kritischen Schreibens und die Frage, welchen Herausforderungen sich eine gesellschaftlich verantwortungsbewusste Kunstkritik heute stellen muss.

  • CRAFTING DATA

    Symposium an der Angewandten: Ein Rückblick

    Das Symposium Crafting Data an der Universität für angewandte Kunst Wien (von 27. bis 28. Jänner 2026) widmete sich der Materialität von Daten und ihren Schnittstellen zur Kunst. In Panels und Workshops wurde untersucht, wie künstlerische Praktiken auf datenbasierte Systeme wirken, algorithmische Verzerrungen sichtbar machen und Fragen eines verantwortungsvollen Umgangs mit maschinellem Lernen thematisieren. Das Programm beinhaltete u.a. eine Keynote von Hito Steyerl, ein Filmscreening, kuratiert von Sophie Publig & Mikkel Rørbo, sowie mehrere interne Workshops. Ziel war es, verschiedene künstlerische, theoretische und interdisziplinäre Perspektiven zusammenzubringen und Raum für Austausch zwischen Kunst, Forschung, Lehre und praxisnahen Anwendungen zu bieten.

  • WHAT WILL PHOTOGRAPHY BE? AN INVITATION TO SPECULATE

    Internationales Fotografie-Symposium in Essen

    Das Essener Symposium für Fotografie wird seit 2021 ausgerichtet und hat sich zu einer internationalen Plattform für interdisziplinären Austausch - sowohl für Fachleute als auch eine interessierte Öffentlichkeit - entwickelt. Die dritte Veranstaltung dieser Reihe des Zentrums für Fotografie Essen findet von 4. bis 5. Februar 2026 im SANAA-Gebäude des Museum Folkwang in Essen, Deutschland, statt. Im Zentrum steht die Frage „What Will Photography Be? An Invitation to Speculate“, die zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der Fotografie und künftigen Formen und Nutzungen des Mediums einlädt. Zahlreiche renommierte internationale Referent:innen diskutieren technologische, soziale und künstlerische Perspektiven. Zugleich wird erstmals das Timm-Rautert-Archiv vorgestellt, um dessen Verwaltung sich das Museum Folkwang nun kümmert. Alle Vorträge finden in englischer Sprache statt.

    Info: fotozentrum-essen.de

  • Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie

    Auszeichnung würdigt das konsequent analoge Werk von Nikolaus Korab

    Der Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie wird seit 2024 biennal vergeben und ist mit EUR 7.000 dotiert. Er erinnert an das fotografische Erbe von Elfriede Mejchar (1924–2020) und zeichnet künstlerische Positionen aus, die sich durch eine besondere Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie auszeichnen. Im Jahr 2026 geht der Preis an Nikolaus Korab (geb. 1963 in Wien) und wird am 30. Mai 2026 im Schloss Wolkersdorf, Niederösterreich verliehen. Begleitet wird die Preisverleihung von einer Ausstellung, die in Kooperation mit FLUSS realisiert wird und Arbeiten des Preisträgers sowie der Finalist:innen Werner Feiersinger, Katharina Gruzei und Trude Lukacsek präsentiert.

  • Kaiserring der Stadt Goslar

    Auszeichnung geht 2026 an Gabriele Stötzer

    Der renommierte Kaiserring der Stadt Goslar 2026 wird an die deutsche
    Künstlerin Gabriele Stötzer verliehen. Die Jury würdigt Stötzers langjährige Auseinandersetzung mit Körper, Identität und politischer Geschichte, die ihr vielfältiges Werk in Film, Performance, Installation und textilen Arbeiten bestimmt. Stötzer zählt zu den zentralen Protagonist:innen der ostdeutschen Subkultur der DDR und erlangte internationale Beachtung durch ihre kritische Reflexion gesellschaftlicher Normen und Machtverhältnisse. Der Kaiserring ist undotiert und zählt zu den bedeutendsten Kunstpreisen im deutschsprachigen Raum.

  • NFT PARIS PARIS 2026

    Kurzfristige Absage

    Die NFT Paris war bisher Europas Mittelpunkt für Web3-Start-Up-Unternehmen und Künstler:innen im Zusammenhang mit NFT. Nun sagen die Organisatoren der Konferenzen für Non-fungible Tokens (NFT) und Real World Assets (RWA) die für Anfang Februar geplante fünfte Veranstaltung in der Grande Halle de la Villette kurzfristig ab. Das Durchführen des diesjährigen Programms sei trotz erheblicher Kostensenkungen und monatelangen Bemühungen aufgrund des Markteinbruchs von NFT nicht möglich, so die Verantwortlichen. Die Absage dieser international relevanten Konferenz spiegelt die sinkende Nachfrage sowie das Nachlassen der Bereitschaft der Sponsoren wider.

  • Neue Leitung für des MEP in Paris

    Julie Jones folgt auf Simon Baker

    Das Maison Européenne de la Photographie (MEP) hat Julie Jones zur neuen Direktorin ab 2026 ernannt. Sie folgt auf Simon Baker und war zuletzt als Fotografiehistorikerin und Kuratorin am Musée National d’Art Moderne – Centre Pompidou tätig, wo sie an zentralen Ausstellungs- und Forschungsprojekten mitwirkte. Jones verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit zeitgenössischer Fotografie, Archiven und institutionellen Sammlungen. Mit ihrer Berufung setzt das MEP auf eine inhaltliche Weiterentwicklung des Programms und eine stärkere internationale Positionierung der Institution im Vorfeld ihres 30-jährigen Bestehens.

  • Fotomuseum Winterthur sucht neue Leitung

    Nadine Wietlisbach verlässt Institution nach acht Jahren

    Nadine Wietlisbach, die seit 2018 als Direktorin für die programmatische Ausrichtung des Fotomuseums Winterthur verantwortlich zeichnet, verlässt die Institution nach acht Jahren. Erst im Mai 2025 wurde das Haus nach zweijähriger Sanierung und Modernisierung mit der Ausstellung „The Lure of the Image – Wie Bilder im Netz verlocken“ und umfangreichen Festprogramm wiedereröffnet. Wietlisbach, die unter anderem Einzelausstellungen mit Sophie Calle, VALIE EXPORT und Jürgen Teller realisierte, legte großen Wert auf Vermittlungsarbeit und setzte inhaltliche Schwerpunkte insbesondere auf digitale Bildkulturen sowie Fragen der Diversität. Im Sommer 2026 wird sie die Leitung der Kulturförderung im Migros-Genossenschaftsbund übernehmen. Die Stelle der künstlerischen Direktion des Fotomuseums Winterthur ist ab sofort ausgeschrieben.

  • Lauterbach-Preis für soziale Kunst 2025

    Carl und Ruth Lauterbach-Stiftung am Stadtmuseum Düsseldorf zeichnet Katja Stuke aus

    Der mit 10.000 EUR dotierte Preis wird seit 2021 alle vier Jahre an Künstler:innen aus Nordrhein-Westfalen vergeben, die sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Katja Stuke beweist in ihrem Werk eine große Sensibilität für die Deutungsmacht fotografischer Bilder und ist einem breiten Publikum durch zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen bekannt. Gemeinsam mit Oliver Sieber rief sie 2010 das Projekt ANT!FOTO ins Leben, das sich als Diskussionsplattform der kritischen Reflexion von Bildern verschreibt. Noch bis zum 4. Jänner 2026 sind Arbeiten der Preisträgerin im Rahmen der Ausstellung „Perspektivwechsel. Fotografinnen in Düsseldorf“ im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen.

  • Martin Parr (1952–2025)

    Magnum-Fotograf mit 73 Jahren verstorben

    Der britische Fotograf Martin Parr, langjähriges Mitglied und später auch Präsident der Agentur Magnum Photos (2013–2017), ist am 6. Dezember 2025 nach schwerer Krankheit in Bristol verstorben. Parr dokumentierte Alltagsphänomene in beispiellos ironischem Stil, etwa bereits in seiner frühen Serie The Last Resort über die Arbeiterklasse in New Brighton. Aktuell wird Parr, der sich nicht zuletzt durch die von ihm gegründete Martin Parr Foundation als großer Förderer der Fotografie profilierte, mit der Ausstellung und Fotobuchretrospektive „Grand Hotel Parr“ im Neuen Museum Nürnberg geehrt, die dort noch bis zum 22. Februar 2026 zu sehen ist.

  • Camera Austria-Preis

    Jakob Ganslmeier und Ana Zibelnik erhalten die Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie 2025

    Die Künstler:innen Jakob Ganslmeier und Ana Zibelnik erhalten den Camera Austria-Preis für zeitgenössische Fotografie der Stadt Graz 2025. Die Jury würdigt das Duo für seine präzise recherchierten Arbeiten, die visuelle und sprachliche Muster rechtsextremer Ideologien analysieren und deren Präsenz in Alltagskulturen sichtbar machen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird seit 1989 alle zwei Jahre an Künstler:innen vergeben, die einen monografischen Beitrag in Camera Austria International veröffentlicht haben.

  • Bicentenaire de la Photographie (2026/2027)

    Frankreich feiert 200 Jahre Fotografie

    Im Herbst 2026 startet Frankreich in ein Festjahr zum 200-jährigen Jubiläum der Fotografie. Ausgehend von Nicéphore Niépces erster dauerhafter fotografischer Aufnahme von 1826/27 würdigt das Kulturministerium unter Rachida Dati die Erfindung des Mediums mit einem landesweiten Programm unter dem Titel Bicentenaire de la Photographie. Unterstützung erhält das Vorhaben durch ein wissenschaftliches Komitee rund um die Kunsthistorikerin Dominique de Font-Réaulx, das Ausstellungen, Publikationen und künstlerische Projekte in ganz Frankreich begleiten wird. Für das Programm sind zudem Ausschreibungen geplant, die professionelle Fotograf:innen und die allgemeine Öffentlichkeit zur Teilnahme aufrufen.

  • Sophie Thun: Professur an der Angewandten

    Neue Leitung für Künstlerische Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien

    Nach Lehrtätigkeiten in Düsseldorf und Linz übernimmt Sophie Thun (geb. 1985 in Frankfurt/Main, aufgewachsen in Warschau) ab 1. Jänner 2026 die Professur für Künstlerische Fotografie am Institut für Bildende und Mediale Kunst der Universität für angewandte Kunst Wien. Thuns künstlerisches Schaffen setzt sich mit den Techniken analoger Fotografie und den damit verbundenen Räumen, Prozessen, Produktions- und Ausstellungsbedingungen auseinander. Sie ist unter anderem Vorstandsmitglied der Wiener Secession sowie Mitglied des Vereins Camera Austria und folgt an der Angewandten Gabriele Rothemann nach, die den Lehrstuhl dort beinahe 25 Jahre innehatte.

  • Gewinner:innen der PhotoBook Awards 2025

    Die Paris Photo–Aperture PhotoBook Awards wurden 2025 in drei Kategorien vergeben

    Die Preisträger:innen der Paris Photo–Aperture PhotoBook Awards 2025 stehen fest: Den First PhotoBook Award erhielt Eleonora Agostini für A Study on Waitressing (Witty Books, Turin), dotiert mit 10.000 USD. Als PhotoBook of the Year wurde The Classroom (Loose Joints Publishing, Marseille) von Hicham Benohoud ausgezeichnet. Den Preis für den Photography Catalog of the Year erhielt die Anthologie Generalized Visual Resistance: Photobooks and Liberation Movements, herausgegeben von Catarina Boieiro und Raquel Schefer (ATLAS, Lissabon). Darüber hinaus erhielt Pia Paulina Guilmoth mit Flowers Drink the River (STANLEY/BARKER, London) eine „Jurors’ Special Mention“. Die Jury betonte, dass sowohl die Shortlist als auch die Gewinner:innen von der Lebendigkeit des Fotobuches zeugen – und das in einer Zeit, in der Bilder vorrangig entmaterialisiert konsumiert werden.

  • ROTLICHT 2025

    Der Grand Prix 2025 geht an Ella Morton

    Die Gewinner:innen des ROTLICHT Open Call 2025 unter dem Motto „Life After Extinction?“ stehen fest: Aus 332 Einsendungen aus 43 Ländern wählte die Jury 20 Projekte aus. Den diesjährigen Grand Prix erhielt die Kanadierin Ella Morton für ihr Projekt The Residue of Starlight. Sie darf ihre Arbeit im Rahmen einer Solo-Ausstellung in der Photo Cluster Gallery präsentieren und wird auf den der Poster sowie dem Cover des Festival­katalogs veröffentlicht. Die Ausstellung der 20 Nominierten eröffnete am 21.11.2025 im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien.

  • After Nature Ulrike Crespo Photography Prize

    Stelios Kallinikou & Susanne Kriemann für neue Perspektiven auf Natur, Technik und Gesellschaft ausgezeichnet

    Der zypriotische Künstler Stelios Kallinikou (geb. 1985) und die deutsche Künstlerin Susanne Kriemann (geb. 1972) wurden mit dem in Kooperation mit C/O Berlin jährlich vergebenen After Nature Ulrike Crespo Photography Prize geehrt. Der Preis, jeweils dotiert mit 40.000 EUR, würdigt künstlerische Positionen, die das Verhältnis von Natur, Technik und Gesellschaft neu befragen. Kallinikou widmet sich dem Akrotiri-Salzsee auf Zypern, einem von militärischer Kontrolle, ökologischer Fragilität und kolonialer Geschichte geprägten Ort. Seine fotografisch-skulpturalen Arbeiten verweben politische und landschaftliche Spuren zu einer poetischen Untersuchung von Souveränität und Umweltgerechtigkeit. Kriemann führt dagegen ihre langjährige Auseinandersetzung mit dem Atomzeitalter fort. Mit experimentellen fotografischen Verfahren wie der Autoradiografie und dem Siebdruck macht sie die unsichtbaren Spuren von Strahlung sichtbar und reflektiert den Effekt des Minerals Pechblende (Uraninit) in Wissenschaft, Fotografie und Ökologie. Die ausgezeichneten Arbeiten sind ab September 2026 bei C/O Berlin zu sehen.

  • UdK Berlin und Folkwang starten gemeinsames Verbundprojekt MIDAP

    Universität der Künste Berlin und die Folkwang Universität der Künste bündeln ihre Expertise

    Zwei der renommiertesten Kunsthochschulen Deutschlands – die Universität der Künste Berlin und die Folkwang Universität der Künste – bündeln ihre Expertise im neuen Verbundprojekt Multisensory in Dialogue and Artistic Practice (MIDAP). Das vierjährige, von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt erforscht hybride, KI-gestützte und immersive Lehrformen an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Bildung. Ziel ist es, neue Lernräume und kollaborative Formate zu entwickeln, die Studierende, Lehrende und Schüler:innen vernetzen und künstlerische Lehre zukunftsweisend gestalten.

  • Eurasia Moving Image Commission

    Die Han Nefkens Foundation kündigt Eurasia Moving Image Commission für 2026 an

    Die Han Nefkens Foundation kündigt mit der neuen Eurasia Moving Image Commission ihre bislang umfangreichste Förderung im Wert von 120.000 USD an. In Zusammenarbeit mit dem Museum of Contemporary Art Antwerp (M HKA), dem New Taipei City Art Museum, dem Museum of Contemporary Art Kiasma und dem Art Sonje Center verbindet das Programm Kunstinstitutionen aus Europa und Asien. Die Kommission unterstützt Künstler:innen bei der Realisierung neuer Videoarbeiten und bietet umfassende finanzielle wie produktionelle Ressourcen.

  • NÖ Würdigungspreis 2025

    Iris Andraschek für vielfältiges künstlerisches Schaffen in Krems geehrt

    Iris Andraschek erhält den mit 13.000 EUR dotierten Niederösterreichischen Würdigungspreis 2025 in der Kategorie Bildende Kunst. Die Kulturpreise des Landes Niederösterreich werden jährlich in mehreren Kategorien vergeben und zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen des Bundeslandes. Noch bis Mai 2026 ist eine Ausstellung der Preisträgerin in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems zu sehen, die Einblick in ihr vielfältiges Werk gibt. 

  • Akademie der bildenden Künste Wien

    Agata Madejska ab Oktober Professorin am Institut für bildende Kunst

    Seit 1. Oktober 2025 hat Agata Madejska (geb. 1979 in Warschau) die Professur für Kunst und Zeit | Fotografie am Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien inne. Madejska arbeitet mit postfotografischen Verfahren, skulpturalen Interventionen, Installationen und Sound. Ihre Werke untersuchen Machtverhältnisse, Ressourcenverteilung, gesellschaftliche und staatliche Strukturen sowie politische und ökonomische Fragestellungen. In ihrer Lehre erforscht sie gemeinsam mit Studierenden postfotografische Landschaften als experimentellen Raum und zielt darauf ab, die fotografische Praxis zu einer räumlichen, performativen und zeitbasierten Ausdrucksform zu erweitern. Bisherige Lehraufträge führten sie u.a. an die Folkwang Universität der Künste (Essen) und die Royal Academy of Arts (London).

  • Philipp Fleischmann

    Künstler mit dem Österreichischen Kunstpreis 2025 für Filmkunst ausgezeichnet

    Philipp Fleischmann wurde mit dem Österreichischen Kunstpreis 2025 in der Sparte Filmkunst geehrt. Der vom österreichischen Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) ausgelobte Preis ist mit 20.000 EUR dotiert und würdigt herausragende Gesamtwerke sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung künstlerischer Praxen. Fleischmann arbeitet an der Schnittstelle von Film und bildender Kunst und untersucht die materiellen, institutionellen und infrastrukturellen Bedingungen des analogen Mediums. Seit 2014 prägt er als künstlerischer Leiter der Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film die Ausbildung im Bereich des Experimentalfilms in Österreich und darüber hinaus.

  • Österreichischer Kunstpreis Medienkunst 2025

    Medien- und Game-Künstlerin Margarete Jahrmann vom BMWKMS gewürdigt

    In der Kategorie Medienkunst überzeugte die Medien- und Game-Künstlerin Margarete Jahrmann die unabhängige Fachjury des diesjährigen Österreichischen Kunstpreises, der zu den bedeutendsten Auszeichnungen des Landes zählt und vom BMWKMS vergeben wird. Jahrmanns interdisziplinäre Praxis reicht von Installationen bis zu performativen und partizipativen Formaten. Ihre praxisorientierte Forschung verbindet Kunst, Aktivismus und gesellschaftliche Fragestellungen, die sich insbesondere der Technopolitik und digitalen Kulturen widmen.

  • Outstanding Artist Award 2025

    Andreas Duscha erhält Auszeichnung für Künstlerische Fotografie des BMWKMS

    Das österreichische Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) hat den diesjährigen Outstanding Artist Award in der Sparte Künstlerische Fotografie an Andreas Duscha vergeben. Der jährlich in elf Kategorien verliehene Preis würdigt Kunstschaffende mit einem Preisgeld von jeweils 10.000 EUR und zeichnet innovative künstlerische Praxen sowie herausragende Leistungen aus. Duschas Œuvre ist geprägt von systematischen Untersuchungen der Analogfotografie und ihrer materiellen wie konzeptuellen Potenziale. Seine Arbeiten reflektieren unter anderem Fragestellungen zu Zeit, Licht und Dunkelheit sowie ökologischen Zusammenhängen.

  • BMWKMS ehrt Katrin Hornek

    Künstlerin mit dem Outstanding Artist Award 2025 in der Kategorie Medienkunst ausgezeichnet

    Katrin Hornek wurde vom österreichischen Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) mit dem Outstanding Artist Award 2025 in der Sparte Medienkunst geehrt. Hornek arbeitet in den Disziplinen Video, Installation und Architektur. Ihre raumgreifenden Arbeiten entstehen in enger Zusammenarbeit mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen und betreiben eine kritische Auseinandersetzung mit dem Anthropozän. Mit ihren Projekten schafft Hornek kollektive und spekulative Räume, in denen lokale Erfahrungen globale Zusammenhänge reflektieren.